Part 1 – Wie wir uns kennenlernten – Der große Bruder ist wieder da

Aus rein journalistischen Gründen schaue ich derzeit Big Brother. Ok, das war gelogen. Ich schaue es mir an, weil ich es großartig finde. Und ich stehe dazu. Aber jeder hat ja so seine Macken.

Ich erinnere mich noch gut an die erste Staffel. Du weißt schon, Jürgen und Zlatko (wetten, du singst grade in seinem Kopf entweder „Groooooßer Bruuuuder du bist immer daaaaa, groooooßer Bruuuder und ein Freund fürs Lebeeeen“ oder schmetterst ein „ich vermiss dich wie die HÖLLE“ gegen die Großhirnrinde?). Ich war sogar am Haus. Zwei Mal! Naja gut … am Zaun. Mehr sieht man dort ja nicht.

Das erste mal war so eine Nacht und Nebel Aktion. Langeweile in Frankfurt, vier (sehr) junge Erwachsene und ein Auto. Was tun? Ganz klare Sache. Schulden bei allen Kumpels eintreiben, fehlendes Geld zusammen leihen und irgendwohin fahren. Die Auswahl des Zielortes? „Wir waren neulich mit der Klasse in Köln, das war nicht so weit.“ – auch erledigt. Ein Grund oder ein konkretes Ziel? „Hey, Big Brother ist doch grad in Köln – lass zu dem Haus fahren!“. Und los.

Letztendlich sind wir zwei oder drei Stunden gefahren, stellten als wir ankamen fest, dass man lediglich einen blauen Zaun sehen kann und wenn man die Außentreppen des Gebäudes nebenan hochsteigt, sieht man auch die Dobermänner, welche um den weiteren Zaun, der um das Haus gezogen ist patrollieren. Das wars. Man sah nicht mal das Haus. Naja, wir haben dann (immer noch zu viert wohlgemerkt) im Auto geschlafen – welches damals noch ein Raucherauto war und uns deswegen mit gelben Tropfen unseres kondensierten Atems von der nikotinüberzogenen Schiebedachscheibe volltropfte – und uns dann im Penny (vielleicht war es auch ein Minimal. Oder ein HL. Oder ein REWE (gabs damals glaub ich noch gar nicht). Wenn ich so drüber nachdenke, war es glaube ich eher ein Minimal nebenan zum Frühstück ein paar Würstchen, Brötchen und Ketchup gekauft. Dann sind wir wieder nach Hause gefahren. Du merkst schon, die Reise hat sich gelohnt.

Das zweite Mal war dann tatsächlich ein offizieller Big Brother Anlass. Dani und ich fuhren nach Köln-Hürth um den Auszug von Zlatko live mitzuerleben. Natürlich hofften wir, dass er drin bleibt, wir wollten also viel mehr den Auszug von Jürgen, aber das wurde ja nichts. Jedenfalls weiß ich nicht mehr allzuviel, ist einfach zu lange her (09.04.2000 war das, hat mich ja nun doch gejuckt und ich hab kurz meinen alten Kumpel Wikipedia gefragt), es war aber auf jeden Fall gut was los beim Haus und wir hatten irren Spaß. Ich meine, wir wären im Anschluss auch noch in Düsseldorf was trinken gegangen (kann ja kein normaler Mensch länger als unbedingt notwendig in Köln verweilen).

Ob ich selbst ins Haus einziehen möchte und warum nicht erzähle ich dir im zweiten Teil.

Ein Gedanke zu “Part 1 – Wie wir uns kennenlernten – Der große Bruder ist wieder da

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.